Mein WerdegangMogendorf Journalistin

Wer ich bin, was meine Arbeit ausmacht und was ich außer Schreiben sonst noch kann und mag, erzähle ich Ihnen im Interview.

Frau Mogendorf, Sie sind freiberufliche Journalistin. Wie konnte es soweit kommen?

Mogendorf: Tja, wo fange ich da an… Bei meiner Oma, die auch schon gut schreiben konnte. Bei meiner Deutschlehrerin, die mir damals 15 Punkte für meine Analyse der Effi Briest gegeben hat. Oder beim Berufsberater, der nach dem Assessment-Center, sagte: Mathe können Sie nicht, Physik können Sie nicht, aber schreiben, das können Sie!

Und dann sind Sie Journalistin geworden!

Mogendorf: Quasi. Allerdings nicht über Nacht. Vorher habe ich noch ein Freiwilliges Soziales Jahr gemacht, mit Begeisterung Diplom Pädagogik studiert – sogar zu Ende und sogar mit „sehr gut“ – und eine Weile in England gelebt…

…aha, also sind Sie Erziehungswissenschaftlerin…

Mogendorf: Richtig, ich habe Erwachsenenbildung und Sozialpädagogik, Psychologie und Politikwissenschaften studiert und nebenbei im Kindergarten, in der Jugendarbeit, in der Akademiker- und Erziehungsberatung und im Seniorenheim gearbeitet. Also vom Enkel bis zur Oma alle pädagogischen Lebensbereiche kennengelernt und festgestellt: Die Arbeit mit Menschen macht mir Spaß. Schreiben macht mir auch Spaß. Am liebsten schreibe ich also über Menschen.

Erkennt man das an Ihren Themen?

Mogendorf: Ja, in meinem Portfolio finden Sie Soziales, Kultur, Familie und Gesellschaft. Die Menschen, ihre Anliegen und ihr Handeln stehen für mich im Mittelpunkt. Und die Erwachsenenbildnerin in mir stürzt sich auf Bildungs- und Service-Themen, möchte in ihren Texten Wissenswertes vermitteln und anleiten. Zum Beispiel in meiner aktuellen Artikelreihe zu „Öffentlichkeitsarbeit in katholischen Büchereien“, die Sie in der BiblioTheke des Borromäusvereins lesen können.

Und das alles haben Sie sich selbst beigebracht?

Mogendorf: Nein, nach meinem Studium habe ich ganz klassisch ein zweijähriges duales Volontariat beim ifp, einer Journalistenschule mit Sitz in München, gemacht und parallel fünf verschiedene Redaktionen der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) durchlaufen. Das heißt, ich habe alles Journalistische von der Pieke auf gelernt und bin ein bisschen rumgekommen.

Wo ging es denn während der Ausbildung hin?

Mogendorf: Zum Beispiel nach Berlin ins KNA-Hauptstadtbüro, zum ZDF auf den Lerchenberg oder zum Kölner Stadt-Anzeiger… Es war eine vielseitige und spannende Zeit und am Ende wusste ich, dass ich Online-Redakteurin werden will. Und so wechselte ich gleich nach dem Volontariat zu katholisch.de, dem größten Internetportal der katholischen Kirche in Deutschland. Auf den Tag sieben Jahre bin ich dort geblieben und habe als Redakteurin und stellvertretende Redaktionsleitung alles gelernt, was man für guten Online-Journalismus braucht.

Und das wäre?

Mogendorf: Nun ja, als Onliner bist du ein Allrounder und so gehst du deine Themen auch an. In allen Facetten. Ich kann also von der klassischen Reportage, über das Feature, das sensible Porträt, biografische Texte, das Interview, den Hintergrund oder den Serviceartikel eigentlich alles schreiben. Übrigens auch Pressemitteilungen, Newsletter und SEO-Texte. Ich kann gut mit der Spiegelreflexkamera umgehen. Zudem beherrsche ich Photoshop beinahe im Schlaf. Als Redakteurin habe ich viele Web-Videos produziert und Dank Sprechertraining auch selbst eingesprochen. Interaktive Multimedia-Tools kann ich ebenso in meine Arbeit einbinden, wie diverse Social-Media-Kanäle. Und natürlich ich habe Ahnung von verschiedensten Content-Management-Systemen, kann also Webseiten inhaltlich aufbauen, layouten und pflegen…

Klingt spannend! Wieso haben Sie sich denn 2014 selbständig gemacht?

Mogendorf: Da gab es eine ganze Reihe von Gründen. Zum Beispiel hatte ich Lust auf neue Themen jenseits der katholischen Welt, etwa Lifestyle, Wohnen und Do it Yourself. Da ich auch als Selbständige weiter für katholisch.de gearbeitet habe, konnte ich das eine und das andere haben. Außerdem habe ich meine Blogger-Seele entdeckt und brauchte mehr Zeit zum freien, kreativen Schreiben. Meine Tochter war damals gerade zwei Jahre alt und das Homeoffice hat den Familienalltag sehr erleichtert.

Und heute?

Mogendorf: …blicke ich auf mehrere erfolgreiche Jahre als Freiberuflerin und viele spannende Projekte zurück. Ich arbeite in der Regel für Online-Portale (Galeria Kaufhof, Moskito-Bonn.de, anbou.de, Borromäusverein.de, katholisch.de, Känguru Online) und Magazine (Känguru, Der Pilger, Don Bosco-Magazin, BiblioTheke) und betätige mich nebenbei als Schreib-Coach. Gerne möchte ich jetzt, da meine Tochter in die Schule geht, meine pädagogischen Wurzeln noch praktischer mit meiner journalistischen Erfahrung verbinden. Ich bin gespannt, was das Jahr 2018 bringt.

Meinen tabellarischen Lebenslauf finden Sie bei Xing.com